Königliches Sommervergnügen

Eckernförde – Am 27. August feierte die Eckernförder Bürgerschützengilde von 1570 – auch bekannt als „Gelbe Westen Gilde“ – ihr traditionelles Sommervergnügen im Eckernförder Schützenheim. Nach zweijähriger Zwangspause waren rund 30 Gildebrüder und -schwestern der Einladung des amtierenden Königs Ulfert „der Oberste“ Lauritzen und seiner Königin Ingeborg sowie den Schützenmeistern Kelvin und Krischan Stapelfeldt gefolgt.

Schützenmeister Kelvin Stapelfeldt, Majestät Ulfert “der Oberste” Lauritzen, stellv. Schützenmeister Krischan Stapelfeldt
Foto: Marc Havenstein

Während die Gildebrüder traditionell diverse Pokale mit dem Kleinkaliber-Gewehr unter sich ausschossen kämpften die Gildeschwestern mit dem Luftgewehr um die Ehrenscheibe der Damen. Ebenso wurde das Glückschießen für alle Gildebrüder und -schwestern durchgeführt und so zahlreiche Fleischpreise vergeben. Dem Schießwettbewerb schloss sich der gemütliche Teil der Veranstaltung mit einem gemeinsamen Essen an, bei dem traditionell Räucheraal und Schinkenbrote angeboten werden.

Für die beste Schützenleistung über das gesamte Gildejahr wurde Wolfgang Ruhnke der A-Pokal verliehen. Den B-Pokal konnte sich erneut Krischan Stapelfeldt, den C-Pokal Gildebruder Christian Forst sichern.

Der Offizierssäbel wurde von Oberst und Majestät Ulfert Lauritzen gewonnen. Die Trompete, ein sehr begehrter „Sonderpreis“, ging an Kay Wiese. Den Kruse-Pokal durfte Christian Forst mit nach Hause nehmen und den besten Schuss auf die Ehrenscheibe erzielte die Gildeschwester Meike Wiese. Als Abräumer des Abends wurde der Schützenmeister Kelvin Stapelfeldt gefeiert, der sich über den Sagner-Pokal, den Stapel-Pott und den Lienau-Pokal freuen durfte. Der Sagner-Pokal wird für den besten Schuss auf die Königsscheibe verliehen, die Scheibe selbst verbleibt im Besitz der Majestät.

Eine Besonderheit gab es bei der diesjährigen Preisverleihung: Da der Königsball in diesem Jahr coronabedingt ausfallen musste, wurden zusätzlich die Abschusspokale und Löffelpreise für die Schützen des Vogelschießens anlässlich des Gildefestes am Pfingst-Dienstag ausgegeben. Genauso wie die Königswürde nach einem speziellen Zufallsprinzip unter allen Gildemitgliedern verliehen wird, so wird auch für jedes der 15 Abschussteile ein Löffel als Gewinn vergeben.

Bürgervorsteherin Karin Himstedt überreichte der Majestät persönlich die Königskelle und gratulierte auch allen anderen Pokal- und Löffelgewinnern. „Für die Zukunft wünschen wir uns, dass keine weiteren Veranstaltungen coronabedingt entfallen müssen. Und wenn doch . . . dann holen wir sie einfach nach“. Mit diesen Worten beendet Schützenmeister Kelvin Stapelfeldt den offiziellen Teil.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass das Sommervergnügen eine von Anfang bis Ende gelungene Veranstaltung war und so blieb es bis in den späten Abend eine gesellige und fröhliche Veranstaltung.

Bernd Rackow, Krischan Stapelfeldt, Wolfgang Ruhnke, Claus Stapelfeldt, Karin Himstedt, Christian Forst, Ulfert Lauritzen, Lars Vondenhoff, Kelvin Stapelfeldt, Johannes Jacobsen
Foto: Marc Havenstein